Positiver Zustand, bessere Gespräche. So steuerst du deine Gedanken und Gefühle!

Wenn du mit Gefühlen wie Trauer, Ärger oder Angst kämpfst und deine Gedanken im Kreis drehen, ist es hilfreich zu wissen, was du tun kannst, um diesen Kreislauf zu unterbrechen. Ein positiver Zustand ist nicht nur für dein persönliches Wohlbefinden und deine Gesundheit wichtig, sondern auch für eine effektive und gelungene Kommunikation.

Sicherlich kennst du das: Du bist gestresst oder frustriert und merkst, dass ein Gespräch nicht gut läuft. Oder du hast einen erfüllten Moment und führst auf leichte Weise ein inspirierendes Telefonat. Das zeigt, dass dein innerer Zustand deine Kommunikation beeinflusst. Gedanken und Gefühle wirken sich auf Worte, Tonfall und Körpersprache aus. Ein positiver Zustand führt dazu, dass du klarer, freundlicher und überzeugender kommunizierst.

Der bewusste Umgang mit Gedanken

Gedanken können negative Gefühle auslösen oder verstärken. Daher lohnt es sich, sich der eigenen Gedanken bewusst zu werden. Mit diesen Möglichkeiten kannst du deine Gedanken bewusst managen:

1. Beobachte deine Gedanken

Du kannst deinen Selbstgesprächen zuhören. Wie redest du mit dir? Was geht dir durch den Kopf? Sind es Gedanken, die dich unterstützen oder tun sie es nicht? Das Ziel ist, Gedanken zu trainieren, die dich stärken, motivieren und dir ein gutes Lebensgefühl geben. Du bist ein Beobachter deiner Gedanken und hörst ganz einfach zu.

2. Hinterfrage die Gedanken

Wenn du wiederkehrende Gedanken hast, du grübelst oder in einem Kreislauf feststeckst, dann frage dich, ob diese Gedanken der Realität entsprechen. Manchmal verselbständigt sich das Denken und hat nichts mehr mit der realen Situation zu tun. Sich das bewusst zu machen kann Abstand bringen.

3. Denke das Gegenteil

Ersetze negative Gedanken durch positive. Frage dich, was das Gute an der Situation ist. Es gibt immer ein Gegenteil. Finde alternative, konstruktive Sichtweisen. Und Lemke deine Aufmerksamkeit auf die Ressourcen in deinem Leben – auf das, was dir bereits gut gelungen ist.

Nutze die Kraft des Unbewussten

Wir denken täglich mehr als 60.000 Gedanken und davon die meisten unbewusst. Es ist also durchaus hilfreich diesen Teil ebenfalls zu trainieren.

Dazu eignen sich Affirmationen. Positiv formulierte Sätze, die neue neuronale Verbindungen im Gehirn schaffen, die mit der Zeit als Wahrheit akzeptiert werden. Du kannst zu jedem Lebensbereich diese positiven Aussagen nutzen, sei es zur Gesundheit, zu den Finanzen, zum Erfolg oder auch zur Kommunikation.

Da wir den ganzen Tag mit uns selbst sprechen ist die Nutzung von Affirmationen sehr schlau – wir trainieren das Unbewusste positive Gedankenmuster zu bevorzugen.

Ein Beispiel wäre:

Ich bin präsent in meinen Gesprächen

Ich wähle meine Worte achtsam und weise

Ich führe konstruktive und positive Gespräche

Wie du deine Gefühle steuern kannst

Jeder Gedanke führt zu einem Gefühl. Da das alles unbewusst abläuft nehmen viele Menschen eher ihren Gefühlszustand wahr. Aus diesem Grund kommen hier Möglichkeiten, die eigenen Gefühle zu regulieren:

1. Beobachte und akzeptiere deine Gefühle

Verurteile weder dich noch deine Gefühle, sondern nimm sie einfach wahr. Bestenfalls steigst du nicht ein, damit sie dich nicht überwältigen. Ich weiss, es gibt Situationen, in denen sich das nicht vermeiden lässt – aber hier geht es jetzt um die normalen Alltagsgefühle, die wir alle kennen.

2. Benutze deinen Atem als Hilfsmittel

Es gibt eine 4 -1- 4 Methode, die hilft, Gefühle auszuatmen und dich zu beruhigen. Du atmest durch die Nase ein und zählst dabei bis 4, dann atmest du für 1 Sekunde schnell und stossartig aus und atmest wieder durch die Nase ein und zählst dabei bis 4. Das Ganze wiederholst du 9x.

3. Verlasse den schlechten Zustand

Bewege dich, hüpfe, springe, tanze und schüttet dich. So bekommst du Abstand zu dem Gefühl. Man kann nicht mit erhobenen Armen in einer Siegerposition traurig sein. Hilf dir durch Körperbewegung deinen schlechten Zustand zu unterbrechen.

Es ist menschlich, sich manchmal schlecht zu fühlen. Wichtig ist, dass du weißt, was du tun kannst, um deine Gedanken und Gefühle zu steuern. Durch Übung und Wiederholung wird es dir mehr und mehr gelingen, wie auf Knopfdruck, deinen Zustand zu ändern. Das ist notwendig und nützlich, wenn du in ein Meeting gehst, einen Vortrag hälst, ein Konfliktgespräch führst oder zu Hause mit deine Liebsten sprichst. Selbstregulation ist eine Fähigkeit, die dich autonom deinen Zustand steuern lässt, so dass du jederzeit bestimmst, wie du dich fühlen willst. Damit gelingt dir eine souveräne und erfolgreiche Kommunikation.

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